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NEW MOBILITY WORLD @IAA 2019Frankfurt/Main, 10. – 15. September, 2019
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Der TÜV Nord auf der NMW

By Editorial Team on September 3, 2018

Der TÜV Nord steht für qualitativ hohe Standards; Kunden bringen dem Service ein hohes Maß an Vertrauen entgegen. Ihr Head of Type Approval, Folkert Jürgens, spricht am Mittwoch, den 26. September, um 10:45 im NMW FORUM über die rechtlichen Rahmenbedingungen des autonomen Fahrens.

Die Zukunft der Mobilität sicherer machen: TÜV NORD arbeitet an Prüfverfahren zur Zulassung automatisierter Fahrzeuge

Automatisierte Automobile versprechen mehr Komfort, effizientere Wegführung, geringere Umweltbelastung und Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Reduzierung von Personenschäden im Straßenverkehr – sofern die Technik einwandfrei funktioniert. Eine Anpassung der Regularien für Prüf- und Zulassungsverfahren ist dabei unumgänglich. Die Basis hierfür stellen zum einen das Wiener Weltabkommen von 1968, das Straßenverkehrsgesetz sowie die Bedingungen der Ethikkommission dar, welche die Eckpfeiler des gesetzlichen Rahmens festlegen. Gleichzeitig müssen die Sicherheitsstandards für neue Zulassungskonzepte automatisierter Funktionen stetig weiterentwickelt werden. TÜV NORD wirkt in verschiedenen Gremien und Sonderausschüssen des Bundesverkehrsministerium (BMVI) mit. Ziel ist es, die Regularien an die Herausforderungen automatisierter Fahrfunktionen so anzupassen, dass eine gesetzliche Grundlage für ganzheitliche und vor allem effiziente Zulassungsverfahren geschaffen werden kann.

Aktuell existieren international gültige Prüfrichtlinien nur für die ersten beiden der fünf Automatisierungslevel, also bis zum teilautomatisierten Fahren. Darunter fallen Spurhaltefunktionen auf Autobahnen sowie Kraftfahrtstraßen und komplexere Lenkmanöver bei Geschwindigkeiten bis zu 10 km/h, wie etwa beim selbstständigen Einparken. Beim bedingt automatisierten Fahren (Level 3) werden Fahrzeuge nicht nur einzelne Manöver, sondern weitere Fahraufgaben innerhalb eines definierten Szenarios übernehmen, so dass die Hände und Augen des Fahrers temporär inaktiv bleiben können.

Die internationale Vorschrift für die Lenkfunktionen (UN R79, Regelungen der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen) wird gerade aktualisiert, sodass zukünftige Hands-off-Funktionen wie eigenständige Spurhalte- und Spurwechselmanöver zulässig werden. Vorausgesetzt wird, dass der Fahrer jederzeit die Kontrolle übernehmen kann. Gleichzeitig muss das System erkennen, ob der Fahrer verfügbar ist und ihn rechtzeitig auffordern können, das Steuer zu übernehmen.

Komplexe Manöver bedingen, dass zukünftig unter anderen Lenk, Brems- und Beschleunigungsfunktionen im Zusammenspiel betrachtet werden. Zudem spielen die Sensoren für korrekte Umwelt- und Situationserfassung eine maßgebliche Rolle. Deren Funktion ist sicher, wenn die Umgebungsinformationen, auch bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen, korrekt erfasst werden und die aktuelle Fahrsituation ohne Informationsverlust bearbeitet werden kann. Aufgrund der hohen Komplexität dieses Entwicklungsprozesses werden verbindliche Standards für Level-3-Funktionen nach aktuellem Stand ab dem Jahr 2019 zu erwarten sein.

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