Wir verwenden Cookies, um Ihre Benutzererfahrung zu verbessern. Wenn Sie mit dem Browsen auf unserer Website fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Information. Ok, ich stimme zu.
NEW MOBILITY WORLD @IAA 2019Frankfurt/Main, 10. – 15. September, 2019
New Mobility World DE

Stefan Siegemund der dena zur Elektromobilität

By Editorial Team on September 6, 2018

Die Mobilität der Zukunft und die Deutsche Energie-Agentur (dena) – was man beim ersten Blick vielleicht keine großen Gemeinsamkeiten erkennen kann, entpuppen sich beim Zweiten eine Menge Parallelen. Das NMW-Editorial Team konnte sich mit Stefan Siegemund (stellvertretender Bereichsleiter Erneuerbare Energien und Mobilität bei der dena) zu einem Interview zusammensetzen.

NMW: Auf welche Weise trägt die dena zur Mobilität der Zukunft bei? Stefan Siegmund: Effizient, intelligent und nachhaltig – Das ist unser Ziel, wie Energie in Zukunft generiert und verwendet werden soll. Mit unseren Partnern und Kunden aus dem öffentlichen sowie privaten Sektor setzen wir dies in die Tat im. Zusammen sind wir in zahlreiche Services und Projekte involviert, die den Mobilitätswandel vorantreiben.

Was sind Ihre drei Forderungen an die Politik auf nationalem und internationalem Level? Support awareness raising of each persons impact regarding transport demand. Die Nutzer sollten viel mehr auf ihre individuelle Auswirkung auf die Verkehrsnachfrage sensibilisiert werden. Das der Nutzer zahlt-Prinzip muss eine viel größere Rolle in der Gesetzgebung einnehmen. Dann müssen konsequent die regulatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen, welche auf die Reduktion von Emissionen und die Unterstützung von nachhaltigen Geschäftsmodellen abzielen, geändert werden.

Auf welche Weise tragen Sie zur Zukunft der Mobilität bei? Wir fokussieren uns gleichermaßen auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und die nachhaltige Transformation des Energiesystems. Dabei setzen wir auf Technologieoffenheit und ein Innovations-freundliches Marktumfeld. Wir identifizieren Markthemmnisse für eine emissionsarme Mobilität der Zukunft, geben gemeinsam mit Partnern aus Unternehmen und Politik Empfehlungen für verbesserte Rahmenbedingungen und setzen Impulse mit Pilotprojekten, Plattformen und Studien.

Jeder spricht über die Sharing Economy und darüber, dass Parkplätze, Autospuren, etc. in Zukunft verschwinden werden. Was denken Sie darüber? Sind diese Schätzungen unrealistisch und die Veränderungen werden tatsächlich viel länger brauchen? Wie genau sich Mobilität und Infrastrukturen entwickeln werden, weiß heute niemand genau. Sicher ist jedoch, dass für die Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor sowie eine nachhaltige Mobilität große Veränderungen notwendig werden. Dies sollte aber durchaus als große Chance, nicht als Problem betrachtet werden. Shared services können einen Beitrag leisten – jedoch nur unter den richtigen Rahmenbedingungen. Sie müssen den ÖPNV ergänzen und den Individualverkehr ersetzen. Sie leisten keinen Beitrag, wenn sie zu höherem Verkehrsaufkommen und mehr Parkraumfläche von Pkw beitragen. Dies ist bisher noch der Fall. Daher müssen Sharing-Angebote in integrierte Planungskonzepte des urbanen Raums eingebunden werden.

Wo sehen Sie die Chancen für autonome Fahrzeuge in der Logistik? Aus heutiger Sicht erscheint autonome Mobilität ein spannender Ansatz, auch für die Logistikbranche. Hier ist es denkbar, dass insbesondere Hub-to-Hub-Verkehre automatisiert werden. Die Fahrzeugnutzung kann flexibilisiert, Einsatzzeiten besser auf Randzeiten des Verkehrs gelegt, der Verkehrsfluss auch durch Ansätze wie Platooning erhöht werden. Dadurch sind sowohl Kosten- als auch Emissionseinsparungen denkbar. Rebound-Effekte müssen jedoch vermieden werden.

Was denken Sie über das Zusammenspiel von Startups und größeren Unternehmen? Beide Gruppen sind wichtig für ein Gelingen der Verkehrswende. Start-ups können mit neuen Ideen und disruptiven Geschäftsmodellen punkten und haben zudem den Vorteil flexiblerer Strukturen, wodurch sie schneller auf Marktanforderungen reagieren können. Große Unternehmen verfügen über eine Marktdurchdringung, das notwendige Kapital und Produktions- sowie Vertriebsstrukturen, um auch größere Veränderungen umsetzen zu können. Allerdings haben sie es durch vorhandene Strukturen schwerer, Prozesse und Produkte kurzfristig umzustellen. Ein Zusammenspiel beider Gruppen kann dazu beitragen, Innovationen schneller zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Ein gutes Beispiel dafür sind Streetscooter. Stefan Siegemund wird am Dienstag, den 25. September 2018, in Pavillon 11, Abschnitt D, über die Infrastruktur für alternative Antriebe sprechen.Andreas Kuhlmann (CEO der dena) wird am Dienstag, den 25. September 2018, in Pavillion 11, Abschnitt D, über das Thema „Alternative Antriebe als Wendepunkt für die Nutzfahrzeugindustrie” sprechen.

Photo by Stefan Widua on Unsplash

Newsletter

Melden Sie sich hier an, um die aktuellsten NMW-Nachrichten und Branchentrends direkt in Ihrer Inbox zu erhalten.