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NEW MOBILITY WORLD @IAA 2019Frankfurt/Main, 10. – 15. September, 2019
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Die Stadt der Zukunft

By Editorial Team on May 25, 2018

Intelligente Maschinen und Geräte durchziehen mittlerweile beinahe alle Lebensbereiche. Ganz egal ob Uhren, Handys, Autos, Eigenheime – Die Zukunft ist smart. Auch die Städte als Ganzes sind mittlerweile in den Fokus der digitalen Transformation gerückt: Smart Cities. Die Stadt der Zukunft ist nicht nur digital und intelligent. Sie ist vernetzter, effizienter, grüner, klimaneutraler als ihre heutigen Pendants.

Das klingt nicht nur utopisch, es erscheint auch unglaublich vage. Was bedeutet eigentlich Smart City? Wie gestaltet man eine Stadt smart? Wodurch zeichnet sie sich aus? Schließlich ist eine Stadt ein riesiges heterogenes Konstrukt. Ein eigenes urbanes Ökosystem, Meere aus Stahl und Beton, bewohnt von tausenden verschiedenen Individuen; alle haben ihre eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen.

Wie gestaltet sich die Smart City?

Daher gleich eines vorweg: Keine Smart City ohne die Bewohner. Schließlich durchzieht die Vernetzung der Stadt sämtliche Lebensbereiche, die Einwohner müssen letztendlich nicht nur mit der Vernetzung Leben, sie müssen sie akzeptieren. Und akzeptieren werden die Menschen die Maßnahmen nur, wenn sie ihre eigenen Bedenken und Vorstellungen einbringen können. Das schafft Vertrauen – ein Top-Down-Ansatz nicht. Ein passendes Beispiel für die Einbindung der Stadtbewohner ist Köln. Die Rheinmetropole lag an der Spitze eines Rankings von Pricewaterhouse Coopers (aufgegriffen in der FAZ). Dort konnten Bürger Online Projektideen für ihren Stadtteil vorschlagen, über welche Haushaltspolitiker am Ende abstimmten. Die Ergebnisse der Abstimmung und der Beginn der Umsetzung wurde von der Stadtverwaltung ebenfalls online begleitet.

Smart City Schweiz beschreibt die intelligente Stadt wie folgt: „Eine Smart City bietet ihren Bewohnern eine hohe Lebensqualität bei minimalem Ressourcenverbrauch dank einer intelligenten Verknüpfung von Infrastruktursystemen (Transport, Energie, Kommunikation, etc.) auf unterschiedlichen hierarchischen Stufen (Gebäude, Quartier, Stadt).”

Die intelligenten Städte sollen das Leben in der Stadt effizienter und einfacher gestalten. Kernelemente sind dabei unter anderem die Umwelt- und Ressourcenschonung innerhalb der Stadt, die Mobilität und Infrastruktur, die Energieeffizienz, Verwaltung und Administration sowie die wirtschaftliche Attraktivität.

Das Ziel der vernetzten Metropole ist also nicht lediglich die digitale Durchsetzung. Vielmehr sollen Anhand der digitalen Mittel ökologische sowie soziale Verbesserungsmöglichkeiten in den Alltag integriert werden.

Die Urbanisierung treibt die Entwicklung von Smart Cities voran

Allerdings treiben nicht nur das Streben nach jenen ökologischen und sozialen Verbesserungen die Vernetzung der Städte voran. Die Urbanisierung der Weltbevölkerung ist ein weiterer entscheidender Faktor.

Wäre die städtische Infrastruktur ein Boxer, sie würde bereits seit einiger Zeit taumeln. Mittlerweile hängt sie in den Seilen. Staus, marode Straßen, Verkehrslärm und überfüllte Nahverkehrsmittel sind ein vielerorts bekanntes Bild. Der Lieferverkehr auf der letzten Meile ist nur ein weiterer Leberhaken, welcher die Verkehrsinfrastruktur in vielen Städten an die Grenzen der Belastbarkeit führt. Die wachsende Urbanisierung wäre nach jetzigem Stand auf lange Sicht der Knockout.

Denn immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt. Dabei ist es ganz gleich ob in Afrika, Asien oder Europa; die Stadtbevölkerung wächst weltweit. Laut den World Urbanization Prospectsder UN werden bis 2050 68% der Weltbevölkerung in urbanen Gegenden leben. Zum Vergleich: Heutzutage sind es 55%, 1950 waren es sogar nur 30%. Der Ressourcenverbrauch und Ausstoß von Emissionen ist in den Städten am höchsten. Erst kürzlich hat die Europäische Union angekündigt einige seiner Mitgliedsstaaten zu verklagen aufgrund der hohen Luftverschmutzung in vielen Städten. Und je mehr Menschen in die Städte ziehen, desto mehr wird sich die Problematik intensivieren.

Ina Schieferdecker, Leitern von Fraunhofer Fokus, unterstrich gegenüber der FAZ: „Städte sind die größten Verbraucher von Ressourcen, haben aber auch das größte Optimierungspotential.“ Optimierungspotential, welches smart Cities nutzen können. Schließlich gehören Effizienz, Ressourcenschonung und soziale sowie ökologische Verbesserung zu den Grundgedanken hinter der intelligenten Stadt. Daher wird die digitale Transformation der urbanen Regionen ein wichtiges Mittel um der Urbanisierung Herr zu werden. Schließlich werden angesprochene Faktoren wie der Ressourcenverbrauch, Infrastruktur und die ökologische Situation innerhalb der Städte durch die wachsende Einwohnerzahl zusätzlich belastet

Kopenhagen ist einer der Vorreiter im Bereich Smart City

Doch wie gestaltet sich eine Smart City nun konkret? So eindeutig die Frage, so ungenau die Antwort. Es gibt keine feste Definition wie eine Smart City auszusehen hat. Während in Asien ganze digitale Städte aus dem Bode gestampft werden, liegt der Fokus in vielen europäischen Städten eher auf Prozessoptimierung. Intelligente Städte lassen sich am besten an Praxisbeispielen erklären – und einer der Vorreiter in Sachen Smart City ist Kopenhagen.

Als First Mover hat sich die Hauptstadt Dänemarks schon länger der digitalen Transformation verschrieben und formuliert ehrgeizige Ziele: Bis 2025 will man die weltweit erste klimaneutrale Landeshauptstadt sein. Und ehrgeizige Pläne fordern ehrgeizige Maßnahmen; und ehrgeizige Maßnahmen fördern Innovationen. Innovationen, welche die dänische Metropole regelmäßig in die Spitzenpositionen diverser Smart-City-Rankings bringen.

Wie gestaltet sich die Smart City Kopenhagen? Das Internet of Things spielt hierbei eine tragende Rolle. Und der IoT-Ansatz wurde innerhalb Kopenhagens anhand kleiner zahlreicher Maßnahmen umgesetzt. Eine Vielzahl kleiner Sensoren erfassen Daten in der ganzen Stadt. Sensoren in Abfalleimern, Kanälen, Laternen sammeln Daten über Luftverschmutzung, Abfallmengen und mehr. Smarte Ampelschaltungen lassen den Verkehr flüssiger laufen. Intelligente Gebäude steigern die Energieeffizienz. Die Stadt fördert eine Vielzahl an Projekten, um die Region intelligenter zu machen. Die Sensoren sind dabei nur ein kleiner Ausschnitt.

Ein weiteres groß angelegtes Projekt ist Copenhagen Connecting, welches bereits 2014 den World Smart Cities Award gewonnen hat. Ein flächendeckendes WiFi-Netzes ist in Kopenhagen über einzelnen Zugangspunkte in Straßenlaternen installiert. Über dieses Netz werden umfassende anonymisierte Bewegungsdaten gesammelt, anhand dessen der Verkehrsfluss gemanaged und optimiert werden kann. Wie das funktioniert? Copenhagen Connecting sammeln Echtzeitdaten von den Zugangspunkten und den mit ihnen verbundenen Handys, Tablets, Autos, Bussen und weiteren Geräten. Nicht nur der Verkehrsfluss konnte so optimiert werden, sondern ebenfalls die Überlastung der Straßen wurde so deutlich reduziert und in der Folge auch die CO2-Emissionen – und so hilft die Smart City Kopenhagen dabei die ehrgeizigen Ziele einer klimaneutralen Hauptstadt 2025 zu erfüllen.

 

Hero Image Source: Jacob Stone on Unsplash

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