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NEW MOBILITY WORLD @IAA 2019Frankfurt/Main, 10. – 15. September, 2019
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MAN auf der NMW 18 und der IAA

By Editorial Team on September 3, 2018

MAN präsentiert zwei neue Fahrzeuge auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover im September. Schaut sie euch aus der Nähe an und besucht Stefan Klatt, Head of Corporate Communication für MAN Truck & Bus, während er über die Zukunft der urbanen Logistik sprichtam Montag, den 24. September in Pavillion 11, Section D.

Der MAN eTGE 4.140

Bereits im Juli startet im MAN Werk in Wrzesnia seine Produktion und auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 in Hannover feiert er Weltpremiere: der vollelektrisch angetriebene MAN eTGE 4.140. Mit einer Reichweite von rund 160 Kilometern und einer Nutzlast von 1t bis zu 1,75t – je nach Zulassung – ist er für die Logistik der „Letzten Meile“ wie gemacht. Modernste Fahrzeugtechnik und im Großserieneinsatz bereits bewährte Elektrokomponenten treiben MAN eTGE an. Kunden, die sich für den MAN eTGE entscheiden, fahren nicht nur ökologisch in Richtung Transportbranche der Zukunft, sondern profitieren von diversen ökonomischen Vorteilen.

Statistisch betrachtet, legen 70 Prozent der leichten, im städtischen Raum eingesetzten Nutzfahrzeuge am Tag durchschnittlich unter 100 Kilometer zurück. Die dabei erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit ist gering. Gepaart mit vielen Starts und Stopps im dichten Stadtverkehr beschreibt dieses Anforderungsprofil nahezu perfekt das ideale Einsatzgebiet für Elektrofahrzeuge – deshalb wird demnächst dort auch der MAN eTGE 4.140 unterwegs sein.

Die vollelektrisch angetriebene Ausführung des MAN Transporters rollt ab Juli im MAN Werk Wrzesnia vom Band und ist zunächst als Kastenwagen in Hochdachvariante erhältlich. Er bringt fast elf Kubikmeter Laderaumvolumen und, je nach Zulassung, als 3,5-Tonner oder 4,25-Tonner, eine Nutzlast von bis zu 1,75 Tonnen mit – und eine theoretische Reichweite von bis zu 160 Kilometern nach NEFZ. Diese Kapazität deckt zirka dreiviertel aller innenstädtischen Transporte ab, die aktuell mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor abgewickelt werden.

Am Ende des Tages müssen Elektrofahrzeuge an die Ladestation gehängt werden, hier macht der MAN eTGE keine Ausnahme. Wenn man allerdings bedenkt, wie selbstverständlich es inzwischen geworden ist, etwa Smartphones über Nacht aufzuladen, ist der Ladezyklus quasi kein Argument mehr gegen eMobility im Nutzfahrzeugbereich. Das Aufladen ist beim MAN eTGE an einer AC-Wallbox mit 7,2 Kilowatt in rund fünfeinhalb Stunden erledigt. Eine Schnellladung von Null auf 80 Prozent ist innerhalb von 45 Minuten möglich, wenn eine Gleichstromladestation mit Comboladesteckdose (Combined Charching Systeme CCS) und 40 Kilowatt Ladeleistung zur Verfügung steht.

Gewerbetreibende oder Flottenkunden, die sich für den MAN eTGE entscheiden, profitieren von wirtschaftlichen Vorteilen. Sie können an e-Subventionsprogrammen ihrer Länder teilnehmen und sich bei „Zero Emission“-Ausschreibungen bewerben. Der eTGE unterliegt keinen Einfahrtsbeschränkungen durch eventuelle Dieselfahrverbote und außerdem ermöglicht er Früh-, Spät- und Nachtzustellungen in Ballungsräumen, da er ohne Motorengeräusche sehr leise daher rollt. Der fehlende Verbrenner hat noch einen weiteren Effekt: wartungstechnisch kommt der eTGE mit deutlich weniger bewegten Bauteilen aus. Diverse typische Serviceroutinen wie zum Beispiel Öl- und Ölfilterwechsel fallen weg. Diese Faktoren schlagen sich positiv in der TCO (Total Cost of Ownership) nieder. Nicht zuletzt zeigen MAN eTGE-Besitzer zukunftsweisendes ökologisches Engagement und können dies auch gegenüber ihren Kunden kommunizieren.

MAN fährt praxistauglichen Elektro-Lkw auf TGM- Basis vor

MAN Truck & Bus arbeitet bereits seit 2009 an neuen Lösungen zur Belieferung und Entsorgung im urbanen Umfeld. Städte stehen zunehmend vor der Herausforderung, ein gesundes Klima für ihre Bewohner und deren Anforderungen an Lebensqualität mit dem innerstädtischen Waren- und Lieferverkehr in Einklang zu bringen. Dazu gehört die Entwicklung von Konzepten sowohl zur räumlichen als auch zur zeitlichen Verkehrsvermeidung und -verlagerung, ebenso wie neue Ansätze zur Flächennutzung und neue Mobilitätskonzepte.

Als Antwort auf diese Entwicklungen präsentiertierte MAN deshalb den nächsten Schritt in Richtung Nutzfahrzeug-eMobility: Ein vollelektrisches eTruck Soloverteiler-Fahrgestell mit Wechselbrückenrahmen in 6×2 Achskonfiguration. Der 26-Tonner auf MAN TGM-Basis bietet mit Batterien, die unter dem Fahrerhaus und seitlich am Rahmen verbaut werden können, bis zu 180 km Reichweite. Die Luftfederung an Vorder- und Hinterachse gewährleistet die Anpassungsfähigkeit an jede Beladungssituation in der Stadt. Der zentral im Rahmen angeordnete Elektromotor leistet 264 kW und schickt die 3100 Nm Drehmoment getriebelos an die Antriebsräder. Das für den klassischen Einsatz in der City-Logistik konzipierte Fahrzeug eignet sich für die unterschiedlichsten Aufbauanwendungen vom Trockenfracht- oder Kühlkoffer bis hin zu Abfallsammelaufbauten. Der hierfür gegebenenfalls benötigte zusätzliche Antrieb erfolgt ebenfalls elektrisch.

CNL-Praxiserprobung in Österreich

Das neue vollelektrische MAN TGM 6X2-Fahrgestell bildet die technische Basis für neun Fahrzeuge, die ab Herbst 2018 für  Praxiserprobungen bei neun Mitgliedsunternehmen des österreichischen Councils für nachhaltige Logistik (CNL) vorgesehen sind. Dabei wird es sich vorwiegend um 6×2-Fahrgestelle mit Kühlkoffern, Wechselbehältern und Getränkeaufbauten handeln. Zum Erprobungsumfang gehört aber auch eine Sattelzugkombination auf MAN TGM-Basis. Die Erkenntnisse aus den Praxiserprobungen mit den Versuchsfahrzeugen wird MAN in die Entwicklung des künftigen Serienproduktportfolios von elektrisch angetriebenen Lkw einfließen lassen.

Das eTruck Entwicklungs- und Versuchsprogramm ist Teil der eMobility-Roadmap von MAN Truck & Bus für innerstädtische Transportlösungen, die ab 2021 Teil des Produktangebotes werden sollen. Truck und Bus nutzen dabei einen gemeinsamen eMobility-Baukasten, der künftig für verschiedenste Anwendungen zur Verfügung stehen wird.

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