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New Mobility World Logistics @IAA Nutzfahrzeuge 2018HANNOVER, 20. – 27. SEPTEMBER 2018

NEW MOBILITY WORLD

Das B2B Event für die Zukunft von Mobilität, Transport und Logistik

New Mobility World ist die B2B Veranstaltung zur Zukunft von Mobilität, Transport und Logistik auf der IAA Nutzfahrzeuge. Hier treffen sich Disruptoren, Innovatoren und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, um die Zukunft von Mobilität, Transport und Logistik branchenübergreifend zu gestalten.

Wie Städte von einem Bus Rapid Transit System profitieren

Die Urbanisierung der Welt schreitet voran, immer mehr Menschen zieht es vom Land in die urbanen Gegenden. Laut Schätzungen der UN wird bis 2050 66 Prozent der weltweiten Bevölkerung in den Städten leben. Schon heute leiden viele Städte unter Staus, Lärm, Luftverschmutzung und langen Fahrtzeiten. Die Infrastruktur der Städte kämpft bereits mit den Menschenmassen und Verkehrsaufkommen – und droht in Zukunft zu kollabieren. Eine Möglichkeit dem entgegenzuwirken ist der Ausbau des Nahverkehrs. Doch was ist überhaupt geeignet? Trams und U-Bahnen sind kostspielig und der Bau ist zeitintensiv. Busse bieten Autofahrern oft keinen Mehrwert, stehen sie doch in den gleichen Staus und brauchen dementsprechend lange. Die Lösung: das Bus Rapid Transit (BRT) System.Bus Rapid Transit ist eine kostengünstige und schnelle AlternativeBRT-Systeme sind deutlich schneller und flexibler zu errichten als schienengebundene Systeme, für einen Bruchteil der Kosten. Es zeichnet sich durch vom Straßenverkehr getrennte Busspuren mit eigenen Ampelschaltungen aus. Die Haltestellen befinden sich auf gleicher Höhe mit den Bustüren und an allen Haltepunkten befinden sich Verkaufsautomaten für Bustickets.Durch diese Charakteristika bietet das Bus Rapid Transit vor allem eins: Schnelligkeit und Komfort. Während eines Verkehrsstaus ist der Bus auf seiner separaten Spur in der Lage, einfach am stehenden Verkehr vorbeizufahren. Die Verkaufsautomaten an den Haltestellen verhindern, dass sich Passagiere ihre Tickets, wie vielerorts noch üblich, im Bus kaufen müssen. So werden Verzögerungen bei der Fahrt vermieden. Indem sich die Einsteigeplattformen auf der gleichen Höhe wie die Bustüren befinden, sind die Haltepunkte barrierefrei, das Einsteigen wird für viele Menschen vereinfacht und so beschleunigt. Da die Busse an vielen Strecken nun nicht mehr vom Verkehr abhängig sind, verbessert sich auch die Pünktlichkeit.Das Bus Rapid Transit System verbindet so die günstigen Kosten und die Flexibilität von Bussen mit der Geschwindigkeit von schienengebundenen Systemen. Viele Pendler und Bewohner werden sich wieder für den Nahverkehr entscheiden und vom Auto absehen – mit dem Effekt, dass sich das Verkehrsaufkommen und somit auch die Luftverschmutzung reduziert sowie die Lärmbelastung in den Städten sinkt. Besonders in Südamerika hat der BRT bereits vielerorts die Rolle von Metrosystemen eingenommen.Bus Rapid Transit: Die Chance für neue TechnologienDieses Nahverkehrsmittel bietet zusätzlich die Chance neue Technologien zu integrieren, welche zwar signifikante Vorteile bringen, aber im regulären Straßenverkehr derzeit noch nicht zur Geltung kommen können. Ein Beispiel ist Autonomes Fahren. Mercedes-Benz hat bereits auf einem 20km langen Stück der BRT-Linie Amsterdams einen autonomen Bus auf Testfahrt geschicktDiese automatisierten Busse fahren energiesparender, sind schonender zu den Motoren und können drohende Unfälle besser erkennen sowie vermeiden; die Vorteile sind also zahlreich. Ausgestattet mit alternativen Antriebstechnologien wie Wasserstoff oder Elektrizität, könnten diese Busse sogar lokal emissionsfrei fahren. Und somit ihren Beitrag dazu leisten, die Luftverschmutzung in den Großstädten zu senken, unter welcher viele Metropolen weltweit leiden. BRT-Systeme bieten viele Vorteile für die urbane LogistikBus Rapid Transit Systeme bieten somit viele Vorteile: als kostengünstiges und schnelles Nahverkehrssystem, über die potenziell verminderte Luftverschmutzung, bis hin zur Verkehrsreduktion. Zudem sind diese Systeme bereits in vielen Städten eingesetzt und erprobt - etwa in großen Metropolen wie Yichang, Belo Horizonte, Bogota und Johannesburg. Sie bieten anderen Städten somit bereits einiges an Daten über die Kosten, Nutzen oder Effektivität. Interessierte Städte können diese Daten so bereits im Voraus analysieren und für sich entscheiden, ob BRT-Korridore für sie sinnvoll sind, wo sie entstehen und wie lang sie sein sollten.   Image source: Daimler

Der Wasserstoffantrieb – die Zukunft der Mobilität?

Letzte Woche ließen Toyota, Honda und Nissan die Autoindustrie aufhorchen. Die drei Automobilhersteller sowie acht große japanische Energiefirmen schließen sich zur Japan H2 Mobility (JHyM) zusammen – Ein Bündnis um den Wasserstoffantrieb mit Brennstoffzellen konkurrenzfähig zu machen und zu fördern. Während die Welt über das Elektroauto als eventuelles Fortbewegungsmittel der Zukunft diskutiert, haben die japanischen Firmen den Wasserstoffantrieb wieder auf den Plan gebracht. Doch ist dieser als umweltfreundlicher Antrieb für die Zukunft geeignet?Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzellen fahren lokal emissionsfreiDer Wasserstoffantrieb mit Brennstoffzellen funktioniert, stark vereinfacht, wie folgt: Der Wasserstoff wird in der Brennstoffzelle anhand der Zugabe von Sauerstoff oxidiert. Während dieser Reaktion entsteht elektrische Energie, welche einen Elektromotor antreibt. In der Folge fällt als Nebenprodukt lediglich Wasserdampf an – aber keine Abgase, Ruß oder Feinstaub. Der größte Vorteil des Wasserstoffantriebes ist also, dass Fahrzeuge lokal emissionsfrei fahren. Zudem müssen für die Produktion von Brennstoffzellen deutlich weniger seltene Rohstoffe als bei der Produktion von Akkus für Elektroautos verwendet werden, Lithium etwa. Und auch der Rohstoff Wasserstoff ist derzeit in großen Mengen verfügbar, denn jährlich fallen rund 50 Millionen Tonnen als Abfallprodukt in der Öl-, Gas- und Chemieindustrie an, welche als Treibstoff verwendet werden könnten. Darüber hinaus hat der durch Wasserstoff betriebene Elektromotor einen großen praktischen Vorteil gegenüber klassischen Elektroantrieben: Die deutlich kürzere Ladezeit, beziehungsweise Tankdauer. Während ein Akku teilweise stundenlang geladen werden muss, dauert das Befüllen eines Wasserstofftanks lediglich wenige Minuten.Die Produktion von Wasserstoff weckt ZweifelDoch der Wasserstoffantrieb birgt auch Probleme. Die Technik ist sehr teuer, alleine die Brennstoffzelle kostet beinahe die Hälfte des fertigen Verkaufspreises und das Tankstellennetz ist weltweit noch sehr dünn. Vor allem außerhalb der größeren Städte, müssen teilweise längere Distanzen zur nächsten Zapfsäule zurückgelegt werden.Das größte Problem ist jedoch Wasserstoff an sich, oder genauer gesagt, dessen Produktion. H2 kommt auf der Erde kaum in reiner Form vor. Beinahe ausschließlich ist es in anderen Stoffen gebunden, aus welchen es unter hohem energetischen Aufwand gelöst werden muss. Dies ist solange kein Problem, wenn der Stoff als Nebenprodukt in der Industrie anfällt, wird aber zu einem, sobald Wasserstoff eigens als Energieträger produziert wird. Denn wird die für die Herstellung Energie, welche aus der Verstromung von fossilen Brennstoffen wie Gas oder Kohle gewonnen wurde, verwendet, ist die Klimabilanz von Wasserstoff schnell schlechter als die von Benzin. Zwar kann Wasserstoff auch unter der Nutzung von regenerativen Energien erzeugt werden, jedoch wird während des Prozesses mehr Energie aufgewendet, als letzten Endes in der Brennstoffzelle gespeichert wird. Sinnvoller wäre es, die regenerative Energie direkt und ohne Energieverlust in Akkus von Elektrofahrzeugen zu laden, anstatt diese für die Produktion von Wasserstoff aufzuwenden.Wasserstoff hat das Potenzial, eine vielversprechende Technologie zu seinDie Wasserstofftechnik ist ein interessantes Antriebskonzept, denn es fährt emissionsfrei und ressourcenschonend. Doch die Kosten, die mangelnde Infrastruktur und die Probleme bei der separaten Produktion von Wasserstoff verhindern derzeit die Serienreife. Tatsächlich könnte die von der japanischen Politik und Wirtschaft unterstützte Allianz, einige dieser Probleme beheben. Dann steht in Zukunft eine brauchbare Alternative für die Fortbewegung zur Verfügung.   Hero image source: chuttersnap on Unsplash

Call for Papers: Ihre Speaker-Bewerbung für das NMWL FORUM

Das NMWL FORUM ist das wichtigste Konferenzformat der IAA, bei dem nicht nur die Entscheider in der Automobilindustrie vertreten sind, sonder auch die Medien, Technologie, Politik und Kommunen, Startups und die Wissenschaft in den Vordergrund rücken. Das vollständig kuratierte Programm findet vom 24. bis 27. September 2018 auf zwei Bühnen statt und lädt zu spannenden Vorträgen und Podiumsdiskussionen ein. Wir laden Sie ein, sich uns anzuschließen und sich als Speaker zu bewerben! Wer sollte sich bewerben? Wir suchen eine inspirierende, branchenübergreifende und vielseitige Speakergruppe! Wenn Sie etwas Neues und Überraschendes zu bieten haben, eine Idee oder Erfindung, von der das Publikum noch nie gehört hat, oder eine einzigartige Erkenntnis, die gemeinsame Überzeugungen oder Perspektiven in Frage stellt, freuen wir uns, Sie auf unserer Bühne begrüßen zu dürfen. Einige Beispiele der Sektoren, aus denen die Sprecher stammen könnten, sind: • Logistikunternehmen und Mobilitätsanbieter • ÖPNV-Unternehmen • Vertreter aus Politik, Gesellschaft und NGOs • Ingenieurdienstleister • Tech- und IT-Unternehmen • Startups, VCs und Influencer Bewerbungsablauf Bitte bewerben Sie sich online über die Website. Dazu senden Sie uns bitte ihr Profil zu, inklusive: • Name des Speakers • Bevorzugter Speaker Track • Kurze, überzeugende Erklärung der Kernidee Detaillierte Informationen finden Sie in den Speaker Application Guidelines. Bewerbungsschluss ist der 22. April 2018, 23:59 Uhr MEZ. Kontakt: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an: nmw-forum@evenson.de +49 30 726 21 99 50

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